Segestes

Segestes war ein Stammesfürst der Cherusker und Vater von Thusnelda und Segimund. Segestes hatte sich schon früh mit den Römern verbündet und stand damit in Konkurrenz zu Sigimer/Segimer, ebenfalls cheruskischer Stammesfürst und Vater des Arminius. Thusnelda war einem römischen Feldherren versprochen, heiratete aber ihre Jugendliebe Arminius. Nach der Geschichtsliteratur hatte Segestes seine damals schwangere Tochter im Jahre 15 n. Chr. entführt und auf seinem Stammsitz festgehalten. Im Volksmund wird berichtet, dass Thusnelda zu ihrem Vater geflüchtet ist in der Hoffnung, dort Schutz zu finden.
Um seine Frau zu befreien, belagerte Arminius die Burg. Segestes konnte aber den römischen Feldherren Germanicus zu Hilfe holen, der den Belagerungsring sprengte. Segestes übergab Germanicus seine Tochter, die als Kriegstrophäe nach Rom gebracht wurde und dort ihren Sohn Thumelicus zur Welt brachte.


Nicht nur in den mündlichen Überlieferungen gilt die Eresburg als Burg des Segestes. Auch für den Historiker Johann Suibert Seibertz war die Eresburg der Stammsitz des Segestes. Er schrieb: "Eresburg, das heutige Marsberg oder Stadtberge. Dieses gehörte zwar nicht zum Lande der Sigambrer und Bructerer, sondern war ein befestigter Grenzort der Cherusker. Germanicus befreiete nämlich (15 nach Chr.), den Cheruskerfürsten Segest, der von seinem Schwiegersohne Arminius in seiner eigenen Veste Eresburg belagert wurde und nahm Thusnelda, Segests Tochter, die schwangere Gemahlin Armins hier gefangen. 
Seibertz, Johann Suibert: Landes- und Rechtsgeschichte des Herzigthums Westfalen, Erster Band, 3. Abtl., S. 15 Verlag A.L. Ritter, Arnsberg 1860

Segestessteine